Schloss Augustusburg Brühl

Gesamtsanierung der Fassaden und Dächer des Gebäudeensembles Schloss Augustusburg

Kurfürst Clemens August ließ Schloss Augustusburg von 1725 bis 1768 erbauen. Nach dem Übergang in den Besitz der preußischen Krone, ließ Friedrich Wilhelm IV. das Schloss 1844 erstmalig und 1876/ 77 umfassend sanieren. Zerstörungen im 1. Weltkrieg und Erdbeben machten teils umfassende Restaurierungsarbeiten nötig. In der Zeit der Bonner Republik 1949 bis 1996, diente das Schloss vor allem der politischen Repräsentation. Seit 1946 ist Schloss Augustusburg, einschließlich seiner Gärten, im Besitz des Landes Nordrhein-Westfalen und gehört seit 1984 zum UNESCO Weltkulturerbe.

Das Ensemble Schloss Augustusburg besteht aus dem Schlossgebäude mit Nord-, Süd- und Westflügel, dem Oratorium, dem Wirtschaftsgebäude und der Nord- und Südorangerie. Die Südorangerie wird durch einen „Kuckuck“ genannten Torbau unterteilt. Die Orangerien verbinden das Schlossgebäude mit dem Oratorium (Südorangerie) und dem Wirtschaftsgebäude (Nordorangerie).

Da die Außenhaut aller Gebäudeteile verschiedenste Schäden aufweist und einer umfassenden Instandsetzung bedarf, haben wir auf Basis von Gutachten zum baulichen Zustand der Anlage ein Sanierungskonzept erstellt. Grundlage ist dabei immer die Sicherung und Bewahrung der historischen Bausubstanz, soweit dies nach heutigem Stand der Restaurierungstechnik möglich ist. Ein besonderes  Augenmerk wird dabei auf die bauzeitlichen  Befunde gelegt. Zunächst haben wir  Konzepte für die Naturstein-, Putz- und Fenstersanierung entwickelt und erprobt. Die Ergebnisse fließen ein, in die gebäudeweisen Konservierungs- und  Restaurierungsmaßnahmen an den Dächern, Fassaden, Fenstern und Balkonen von Schlossgebäude, Orangerie und Wirtschaftsgebäude. Zwei Erprobungsachsen für Fassade und Fenster sind bereits abgeschlossen. In 2021 erfolgt die Sanierung von Dach und Fassade der Orangerie.

Die Baumaßnahme wird vom Denkmalschutz (Bezirksregierung – Amt für Denkmalpflege, LVR) begleitet.

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Informationen

Auftraggeber: Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW, Niederlassung Köln
Ausführungszeitraum:   2018 – 2028
Leistungen: HOAI Lph 1-9, partielle Bestands- und Zustandskartierung, Voruntersuchungen und Restaurierungskonzept, Koordinierung Gutachter Erprobungsmaßnahmen und Erprobungsachsen, Fachplanung Putz- und Natursteinsanierung, Bauüberwachung